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Wirtschaftsprüfung &
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Energieintensive Unternehmenenieure

Umstrukturierung energieintensiver Unternehmen

Umwandlungsprozesse bei energieintensiven Unternehmen

Die stark fortgeschrittene Globalisierung der Finanz- und Gütermärkte und die zunehmende Digitalisierung führen zu einer fundamentalen Transformation der Prozesse bei den betroffenen Industrieunternehmen. Begriffe wie Disruption und Industrie 4.0 stehen für einen gewaltigen Umbruchprozess. Die neuen digitalen Technologien und Trends wie autonomes Fahren, Smart Home und die intelligente Fabrik sind Herausforderungen, denen sich die Industrieunternehmen stellen müssen, wenn sie ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit erhalten wollen.

Einige Unternehmen reagieren auf diese Entwicklungen, indem sie ihre interne Organisation und ihren Marktauftritt überdenken, um sich diesen Herausforderungen zu stellen. Nicht selten gehen solche Anpassungsprozesse auch zwangsläufig mit mehr oder weniger weitreichenden gesellschaftsrechtlichen Veränderungen einher.

Stromintensive Unternehmen müssen in solchen Anpassungs- und Veränderungsprozessen im Blick haben, wie sich gesellschaftsrechtliche Umstrukturierungen auf die energiewirtschaftliche Situation auswirken. Denn Eingriffe in das bestehende Unternehmensgefüge führen nicht selten dazu, dass bislang in Anspruch genommene Privilegierungen in der neuen Struktur möglicherweise entfallen. Dies betrifft insbesondere die Begrenzung der EEG-Umlage im Rahmen der besonderen Ausgleichsregelung und die Eigenstromprivilegierung. Zukünftig ist damit auch die Verringerung der KWK-Umlage verknüpft. Diese wirtschaftlich enorm bedeutsamen Begünstigungen sind an strenge gesetzliche Vorgaben geknüpft. Wenn diese Vorgaben infolge von Veränderungen oder Neuaufstellungen nicht mehr erfüllt werden, können durchaus existenzgefährdende Mehrbelastungen in der Energiebeschaffung entstehen. Daher sollten unter anderem folgende Fragestellungen im Vorfeld einer Umstrukturierung rechtlich und betriebswirtschaftlich beantwortet werden:

  • Kann ein erteilter Begrenzungsbescheid aufrechterhalten bzw. übertragen werden?
  • Welche Auswirkungen hat eine Umstrukturierung/Umwandlung im zweiten Halbjahr auf die laufende Prüfung des zum 30. Juni abgegebenen Antrags?
  • Wie wirkt sich die geplante Umstrukturierung/Umwandlung auf die Bruttowertschöpfung aus, die zukünftig der Antragstellung zu Grunde gelegt wird?
  • Welche Auswirkungen haben Umstrukturierungen/Umwandlungen auf selbständige Unternehmensteile?
  • Gibt es Rückwirkungen des Messstellenbetriebsgesetzes auf die zukünftige Unternehmensform?


Aus § 66 Abs. 4 EEG 2014 ergibt sich, dass das liefernde Elektrizitätsversorgungsunternehmen sowie der Übertragungsnetzbetreiber von dem Begrenzungsbescheid betroffen sind und deshalb über einen neuen Rechtsträger informiert werden müssen. Um die zukünftige Zahlung der vollen EEG-Umlage zu vermeiden und dadurch Wettbewerbsnachteile zu erleiden, ist eine umsichtige Gestaltung der Umstrukturierung/Umwandlung von entscheidender Bedeutung. Dabei sind neben den vorgenannten Aspekten zahlreiche weitere Fragestellungen zu beachten, die im Vorfeld der Umstrukturierung/Umwandlung beachtet werden müssen. Insbesondere Zielkonflikte mit anderen Disziplinen, zum Beispiel dem Steuer- oder Arbeitsrecht, müssen im Blick behalten werden.

Wir betreuen zahlreiche Unternehmen bei Umstrukturierungen/Umwandlungen und bieten dabei folgendes Beratungspaket, dessen Komponenten intelligent aufeinander abgestimmt sind:

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