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Nachfolge

Bei der Planung der Nachfolge innerhalb der Familie, die erfahrungsgemäß möglichst rechtzeitig und noch ohne Zeitdruck begonnen werden sollte, stellen sich zu diesen Bereichen aus der Perspektive eines jeden betroffenen Familienmitglieds eine Vielzahl unterschiedlicher Detailfragen. Diese können – ohne eine ganzheitliche Betrachtung unter Hinzuziehung von zusätzlichem Spezial-Know-how – häufig kaum erfolgreich gelöst werden. Komplexe fachliche Themen liegen hierbei typischerweise in den Bereichen Schenkungsteuer und Gesellschaftsrecht. Darüber hinaus besteht nicht selten eine besondere Herausforderung in der Bedeutung der über längere Zeiträume in den verschiedenen Bereichen aufgebauten Emotionen der Beteiligten im Verhältnis zueinander. In dieser sehr speziellen Phase eines Familienunternehmens ist ein ganzheitlich orientierter, aktiver, unternehmerisch denkender Berater, der sich idealerweise das Vertrauen aller Familienmitglieder verdient hat, ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor im Nachfolgeprozess. Berater, die neben den erforderlichen fachlichen Kenntnissen ein hohes Maß an Sozialkompetenz bei der Beratung von Mensch zu Mensch und von Unternehmer zu Unternehmer vorzuweisen haben, können gerade in einem spannungsgeladenen Umfeld zur Versachlichung des Miteinanders als essentielle Grundlage für ein strukturiertes Vorgehen beitragen.

In diesem Zusammenhang kann die Schaffung einer sog. „Familiy Governance“ als Grundlage für das Miteinander in der Unternehmerfamilie sinnvoll sein. Durch Festlegung auf verbindliche Spielregeln soll hiermit die Führung und Kontrolle im Familienunternehmen organisiert werden und zugleich der Zusammenhalt der Familie gesichert werden.

Als Alternative zu einer Nachfolge in der Familie sollte – trotz emotionaler Bindung an das Familienunternehmen – ein Unternehmensverkauf niemals grundsätzlich ausgeschlossen werden, insbesondere, wenn die künftig in Frage kommende Führung des Unternehmens erkennbar nicht den Stärken des potentiellen Nachfolgers entspricht. In diesem Falle bietet sich zur Vorbereitung auf einen reibungslosten und erfolgreichen Verkaufsprozess unsere sogenannte Exit-Readiness-Analyse an.

Unabhängig von der konkreten Nachfolgeplanung oder eines Unternehmensverkaufs sollte der Familienunternehmer aber bereits vorher im Rahmen seines Unternehmertestamentes (idealerweise in Abstimmung mit seinem Berater) klare und praktikable Regelungen für die Zeit nach seinem Ableben treffen. Diese sollten auch mit den Betroffenen eingehend und möglichst einvernehmlich besprochen werden. Das Unternehmertestament sollte regelmäßig - spätestens alle 5 Jahre - aktualisiert werden.

Zur Vorsorge gehören neben der Betreuungs- und Vorsorgevollmacht sowie ggf. einer Patientenverfügung auch folgende sehr praktische Maßnahmen für den Ernstfall, vergleichbar mit der Ausstattung eines Notfallkoffers:

  • Hinweis auf Fundstellen von wichtigen Passwörtern, Zugangscodes und Schlüsseln
  • Unterschriftsregelungen, Vollmachten
  • Wichtige Verträge
  • Wichtige Kontaktdaten (Familienangehörige, Berater, Kooperationspartner etc.)
  • Operativer Notfallplan mit detaillierten Anweisungen (bspw. bzgl. mündlicher Sonderabsprachen mit Kunden oder Mitarbeitern)

Zur optimalen Vorbereitung einer planmäßigen Unternehmensnachfolge zu Lebzeiten und zu den erforderlichen Vorsorgemaßnahmen für den Fall einer zeitlich nicht geplanten Nachfolge im Erbfall beraten Sie unsere Berater von PKF Fasselt Schlage gerne im Zusammenhang mit diesem sehr breiten Themenspektrum. Dabei sorgen wir unter aktiver Einbindung der beteiligten Persönlichkeiten sehr individuell für passgenaue fachliche Lösungen unter Berücksichtigung zivil- und gesellschaftsrechtlicher sowie steuerlicher Optimierungsmöglichkeiten.

Erste Überlegungen zur Vorbereitung der Themen Unternehmensnachfolge und Vorsorge sollten nicht vor sich hergeschoben werden, sondern im Interesse aller Beteiligten jetzt angegangen werden. Unsere Berater stehen Ihnen für einen ersten Gedankenaustausch hierzu gern zur Verfügung.

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