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Aktuelle Themen und Entwicklungen

Nach § 20 Abs. 6 HG NRW sind Hochschulen seit Inkrafttreten des Hochschulzukunftsgesetzes im Jahr 2014 verpflichtet, eine Veröffentlichung der Bezüge hauptamtlicher Präsidiumsmitglieder an geeigneter Stelle vorzunehmen. Was eine geeignete Stelle hierfür sein kann, wird weder im Gesetz noch in der Gesetzesbegründung näher erläutert.

Als geeignete Stellen für eine Veröffentlichung der Bezüge würden wir beispielsweise den Jahresabschluss - sofern dieser veröffentlicht wird - oder das Amtsblatt der Hochschule empfehlen. Alternativ wäre auch eine Veröffentlichung auf der Website der Hochschule denkbar.

Hochschulen

Expertise im Bereich Hochschulen

Voranschreitende Forderungen nach mehr Wirtschaftlichkeit sowie Transparenz stellen die Hochschulen in ganz Deutschland vor große Herausforderungen. Um diese Ziele zu erreichen ist mittlerweile in sechs Bundesländern das System der doppelten Buchführung zwingend vorgeschrieben – in fünf weiteren Bundesländern haben die Hochschulen ein Wahlrecht.

PKF Fasselt Schlage hat eine besondere Expertise in der Prüfung und Beratung von Hochschulen entwickelt. Diesen Spezialbereich haben wir in den letzten zehn Jahren kontinuierlich ausgebaut und verfügen daher über detaillierte Kenntnisse und langjährige Erfahrung sowie entsprechende personelle Ressourcen.

Hochschulen - unser Leistungsspektrum im Überblick

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Jahresabschlussprüfungen bei Hochschulen gehören seit vielen Jahren zu den Kernkompetenzen unseres Branchenteams „Öffentlicher Sektor“.

Die Jahresabschlussprüfungen werden von einem Team durchgeführt, in dem alle Mitarbeiter und Mitarbeiterrinnen über umfangreiche Erfahrungen in der Prüfung und Beratung von Hochschulen verfügen. Auch behalten wir stets die unterschiedlichen bundeslandspezifischen Rechnungslegungsvorschriften für Hochschulen im Blick und beteiligen uns aktiv an der Weiterentwicklung der Hochschulrechnungslegung. Mit diesem Know-how sind wir kompetenter Ansprechpartner für unsere Mandanten, insbesondere für die Hochschulleitung, die Dezernenten sowie die Mitglieder des Hochschulrates.

Unsere Jahresabschlussprüfungen für Hochschulen führen wir unter Anwendung des berufsrechtlich vorgesehenen risikoorientierten Prüfungsansatzes durch und passen unser Prüfungsvorgehen bei jeder Hochschule den individuellen Gegebenheiten und Organisationsstrukturen an. Unsere Prüfungsergebnisse stellen wir in der Sitzung des zuständigen Aufsichtsgremiums (z. B. Hochschulrat), in der über den Jahresabschluss beraten wird, vor.

Aus unserer langjährigen Erfahrung mit Jahresabschlussprüfungen für Hochschulen sind wir mit den besonderen Strukturen und Anforderungen sowie den Aufgabenbereichen von Hochschulen bestens vertraut. Unser Spezialwissen im Zusammenhang mit Jahresabschlussprüfungen für Hochschulen umfasst insbesondere die folgenden Themen:

  • Bilanzierung von Sondermitteln (bspw. Hochschulpakt, Qualitätsverbesserungsmittel - QVM, Sondermittel des Landes und des Bundes, Investitionszuschüsse)
  • Bilanzielle Abbildung von Baumaßnahmen und deren Finanzierungen (bspw. Baukostenzuschüsse, Hochschulmodernisierungsprogramm - HMoP, Hochschulbaukonsolidierungsprogramm - HKoP)
  • Bewertung von Drittmittelprojekten - sowohl Antrags- als auch Auftragsforschung (z. B. Horizon 2020, EFRE, DFG-Förderungen)
  • Rücklagenbildung
  • Trennungsrechnung
  • Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse und der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung gem. § 53 HGrG
  • Prüfung der Jahresabschlüsse von Stiftungen
  • Prüfung kameraler Jahresabschlüsse

In wesentlichen und komplexen Bereichen können wir jederzeit Experten aus unterschiedlichen anderen Fachgebieten, z. B. aus dem Vergabe-, Beihilfe- oder Steuerrecht sowie dem IT-Bereich hinzuziehen. So liefern wir stets ein qualitativ hochwertiges Prüfungsergebnis mit Mehrwert für unsere Mandanten.

Zusätzlich bieten wir für Hochschulen die Prüfung von Drittmittel-Verwendungsnachweisen und Mittelabrufen an. Hierbei passen wir unsere Prüfungshandlungen sowie die jeweilige Berichterstattung individuell an die Anforderungen der jeweiligen Drittmittelgeber an.

Vergaberecht

Das Vergaberecht nimmt seit Jahren rasant an Bedeutung zu, die gesetzlichen Regelungen und die konkretisierende Rechtssprechung dazu entwickeln sich dynamisch weiter. Ohne spezialisierte rechtliche Beratung sind die zwingend zu beachtenen Vorgaben kaum noch verlässlich zu handhaben.

Wir bearbeiten die unterschiedlichsten vergaberechtlichen Fragestellungen, gerade auch im Vorfeld eines Vergabeverfahrens, bei dessen Durchführung, bis hin zur Vertretung in Nachprüfungs- und Beschwerdeverfahren, sowohl auf Seiten der Auftraggeber wie auch der Bewerber und Bieter.

Unsere Beratung umfasst dabei vor allem:

  • Beratung und Beurteilung vergaberechtlicher Relevanz bei anstehenden Leistungsbeziehungen
  • Prüfung einschlägiger Ausnahmetatbestände
  • Konzeption und Durchführung EU-weiter und nationaler Vergabeverfahren
  • Prüfung und Gestaltung von Inhouse-Konstellationen und interkommunalen Kooperationen
  • Durchführung von Nachprüfungs- und Beschwerdeverfahren vor den Vergabekammern und den Vergabesenaten der Oberlandesgerichte
  • Durchführung von Inhouse-Workshops für Ihre mit den Themen des europäischen und/oder nationalen Vergaberechts befassten Sachbearbeiter

EU-Beihilferecht

Hochschulen (und Forschungseinrichtungen) unterliegen der grundsätzlichen staatlichen Finanzierung durch die Bundesländer. Zudem können sie sich über Fremdmittel finanzieren, die sie für die Erbringung als wirtschaftlich einzuordnende Tätigkeiten erhalten. In der Regel sind dies Gelder von Unternehmen für Auftragsforschung oder Gutachtenerstellung. Bei der Erarbeitung der Forschungsergebnisse oder Gutachten für Dritte dürfen grundsätzlich keine mit staatlichen Mitteln beschafften Geräte oder über staatliche Mittel bezahltes Personal eingesetzt werden, sofern die durch diesen Einsatz verursachten Kosten nicht entsprechend dem Auftraggeber in Rechnung gestellt werden. Andernfalls würden staatliche Mittel auf Umwegen einem Unternehmen zufließen und so einen Wettbewerbsvorteil begründen. Dies soll durch das Beihilfeverbot nach Art. 107 Abs. 1 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) grundsätzlich vermieden werden.

Als Nachweis hierfür fordert der Unionsrahmen für staatliche Beihilfen zur Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation vom 21.05.2014, dass die nichtwirtschaftlichen und die wirtschaftlichen Tätigkeiten und ihre Kosten, Finanzierung und Erlöse klar voneinander getrennt werden können, sodass keine Gefahr der Quersubventionierung der wirtschaftlichen Tätigkeit besteht. Der Nachweis der korrekten Zuordnung der Kosten, Finanzierung und Erlöse kann im Jahresabschluss der betreffenden Einrichtung geführt werden.

Unsere EU-beihilferechtliche Beratung umfasst daher insbesondere

  • Abgrenzung von wirtschaftlichen und nichtwirtschaftlichen Tätigkeiten
  • Prüfung und Beratung bei der Einführung einer Trennungsrechnung (Kostenrechnung)
  • Beratung und Erstellung einer EU-konformen Drittmittelrichtlinie

Sonstige Beratung

Wir bieten Beratung und Unterstützung zu verschiedensten rechtlichen Fragestellungen. Auch die Steuerberatung sowie IT-bezogene Dienstleistungen gehören zu unseren Kernaufgaben. 

Arbeits- und Sozialrecht

Zivil- und Vertragsrecht

Betriebliche Altersvorsorge

Insolvenzrecht

Steuerberatung

IT-Strategie und IT-Architekturberatung

IT-Prüfung und -Beratung

Unsere Leistungen im Bereich der IT-Prüfung umfassen insbesondere die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit rechnungslegungsrelevanter Prozesse und Funktionen sowie der IT-Sicherheit im Rahmen von Jahresabschlussprüfungen.

Darüber hinaus führen wir projektbegleitende Prüfungen nach IDW PS 850 durch. Im Vordergrund stehen hier Prüfungen bei der Einführung oder bei wesentlichen Veränderungen rechnungslegungsrelevanter Prozesse und Funktionen in Kombination mit einer projektbegleitenden Qualitätssicherung.

Ebenfalls zählen Software-Prüfungen nach IDW PS 880, d.h. die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit und Sicherheit von Softwareprodukten sowie die Prüfung des internen Kontrollsystems bei externen Dienstleistern (IDW PS 951) zu unserem Leistungsspektrum.

Im Bereich IT-Advisory unterstützen und beraten wir bei der Durchführung von IT-Projekten, wie bspw. hinsichtlich Fragestellungen zur Umsetzung rechtlicher Anforderungen durch Ihre IT-Systeme (E-Rechnungsverordnung, GoBD, Kassensicherheitsverordnung u.a.m.), GoBD-konformer Dokumentationen oder der Erstellung von effizienten Migrationskonzepten.

Im Bereich IT-Sicherheit beraten wir Sie bei der Schaffung hinreichend sicherer rechnungslegungsrelevanter Prozesse, Funktionen und Datenstrukturen. Wir beraten Sie bei der Steuerung von Zugriffen (Identifizierung berechtigter Benutzer und Systeme sowie Berechtigungsmanagement) sowie der Identifizierung unerlaubter Zugriffe von außen (Hackerangriffe). Damit verbunden ist das IT-Risiko-Management. Hier steht die Beurteilung des Managements von Risiken, die durch Nutzung von IT-Systemen entstehen, sowie die Erstellung von Konzepten zum Management von IT-Risiken im Vordergrund.

Darüber hinaus gehören Beratungen im Bereich Datenschutz und IT-Compliance zu unseren Tätigkeitsfeldern. Hierzu zählen die Beratung bei der Auslagerung von Daten oder IT-Dienstleistungen (IT-Betrieb, Softwareentwicklung, Projektmanagement etc.) und der Nutzung von Cloudsystemen, Unterstützung bei Datenschutzvereinbarungen und -konzepten (EU-Datenschutzgrundverordnung) sowie die Erstellung von Verträgen mit IT-Bezug.

Die Beratung bei der Umsetzung wiederkehrender Aufgaben durch roboterbasierte Prozessautomation runden unser Portfolio ab.

Video: PKF Identity & Access Management

Eine einfache und komfortable Lösung zur effektiven und zielgerichteten Verwaltung von Benutzerdaten und Zugangsrechten innerhalb eines Unternehmens.

Aktuelle Hochschul-Publikationen

Handbuch Hochschulmanagement

Im Spannungsfeld zwischen hochschulbetrieblichen Rahmenbedingungen und den Zielen von Forschung und Lehre integriert das Handbuch Hochschulmanagement erstmals systematisch die dabei zu beachtenden Perspektiven:

  • Neue Steuerungsansätze in Hochschulen,
    u. a. zur leistungsorientierten Mittelverteilung, zu Input-, Output- und wirkungsorientierten Steuerungsmodellen und zur Quantifizierung des notwendigen Eigenkapitals
  • Hochschul-Governance,
    u. a. zu den rechtlichen Anforderungen, den spezifischen Risikofaktoren einer Hochschule und dem Handlungsbedarf aus betriebswirtschaftlicher Sicht
  • Bilanzierung und Steuern,
    u. a. zu Auswirkungen des § 2b UStG auf die Besteuerung von Hochschulen und Einführung eines Tax Compliance Management Systems sowie zu ausgewählten Bilanzierungsthemen, wie Bilanzierung von Drittmittelprojekten und hochschulspezifischen Rückstellungen

Handbuch Hochschulrechnungslegung

Nach der Abkehr von der Kameralistik sind nun auch Hochschulen weitgehend dazu verpflichtet, ihre Rechnungslegung auf ein HGB-nahes, an der doppelten Buchführung ausgerichtetes System umzustellen. Das von Urte Lickfett und Prof. Dr. Volker Breithecker herausgegebene Handbuch enthält neben umfangreichen fachlichen Grundlagen auch prägnantes, praxisbezogenes Detailwissen zu den individuellen Aspekten einer Hochschulrechnungslegung nach dem Grundsatz der Doppik. Dabei werden nicht nur handelsspezifische Standards betrachtet, sondern hochschulspezifische Fragestellungen beantwortet.

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