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Blogbeitrag
17.11.2025

Die Anforderungen an die Interne Revision entwickeln sich stetig weiter – nicht zuletzt durch die zunehmende Komplexität der Risiken, mit denen Organisationen konfrontiert sind. Mit den Topical Requirements hat das Institute of Internal Auditors (IIA) ein neues Instrument geschaffen, das die Qualität und Konsistenz von Prüfungen zu besonders risikobehafteten Themen sicherstellen soll.

Jacqueline Pauels ist Steuerberaterin bei PKF Fasselt

von
Jacqueline Pauels

Was sind Topical Requirements?

Topical Requirements sind themenspezifische, verbindliche Mindestanforderungen an die Prüfungsinhalte der Internen Revision, wenn bestimmte Risiken im Fokus stehen. Sie ergänzen die Global Internal Audit Standards des IPPF (International Professional Practices Framework) und gelten weltweit – unabhängig von Branche, Rechtsform oder Größe der Organisation. Für unsere Mandanten bedeutet das: Wenn die Organisation in einem dieser Risikobereiche geprüft wird, erfolgt dies künftig auf Basis klar definierter, international anerkannter Anforderungen – für mehr Transparenz, Qualität und Vergleichbarkeit.

Die Topical Requirements sind anzuwenden, wenn:

  • das jeweilige Risiko explizit im Prüfungsplan enthalten ist,
  • es im Rahmen eines anderen Prüfungsgegenstands als wesentlich identifiziert wird oder
  • es sich während der Prüfung als wesentlich herausstellt.

Für Beratungsleistungen sind die Topical Requirements empfohlen, für Prüfungsaufträge jedoch verbindlich.

Die folgenden Topical Requirements wurden bereits veröffentlicht:

  • Cybersicherheit: 
    Final seit dem 5. Februar 2025, Anwendung ab dem 5. Februar 2026
  • Drittparteien (Third Parties): 
    Final seit dem 15. September 2025, Anwendung ab dem 15. September 2026

Folgende weitere Topical Requirements befinden sich in der Entwicklung:

  • Verhalten in Organisationen
  • Resilienz in Organisationen
  • Korruption
  • Personal
  • Fraud
  • Nachhaltigkeit und ESG

Die Einführung der Topical Requirements bringt für die geprüften Organisationen klare Vorteile:

  • Transparenz: Die Einheiten wissen im Vorfeld, welche Themen und Aspekte im Rahmen einer Prüfung betrachtet werden.
  • Vergleichbarkeit: Die Prüfungen erfolgen auf Basis internationaler Standards – unabhängig von Branche oder Region.
  • Verlässlichkeit: Die Prüfungsqualität wird durch ein definiertes Mindestniveau sichergestellt.
  • Effizienz: Die Prüfungen sind zielgerichtet und fokussieren sich auf die wesentlichen Risiken.

Die Topical Requirements sind ein wichtiger Schritt in der Weiterentwicklung der Internen Revision. Für unsere Mandanten bedeuten sie mehr Transparenz, höhere Prüfungsqualität und eine stärkere Orientierung an international anerkannten Standards.

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